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Auf 90 ha Wald- und Parkfläche erwarten Sie inmitten urwüchsiger
Natur ca. 100 Wildarten - und jede Menge Gelegenheiten für spannende
Beobachtungen. Denn die Rundwanderwege durch die großen Freigehege
bieten jedem Naturfreund unvergessliche Begegnungen.
Zwischen knorrigen Eichen und mächtigen Buchen finden auch gefährdete Wildtierarten einen idealen Lebensraum.
Seit
nun 80 Jahren wird im Wisentgehege die Erhaltungszucht groß
geschrieben: Vom Wisent, Vielfraß und Baummarder über die
Przewalski-Pferde bis hin zum Schwarzstorch - genießen Sie die
Faszination des Ungewöhnlichen.
Wir bieten 100 Wildarten ein artgerechtes Zuhause.
Hier haben wir für Sie eine kleine Auswahl zusammengestellt.
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Der Wisent ist ein letzter Vertreter der Wildrindarten des europäischen
Kontinents. Er ist zugleich auch das größte Tier Europas. Der Wisent
lässt sich leicht mit dem Auerochsen, dem Stammvater des Hausrindes,
und mit dem amerikanischen Bison (oder Büffel) verwechseln.
Der Auer- oder Urochse (Bos primigenius) ist seit 1627 nach dem Tod
einer alten Kuh im Walde von Jaktorowa bei Warschau ausgestorben.
Bisons gibt es inzwischen wieder in großen Herden in Nordamerika.
Der
Wisent ist ein sensibles Wildrind und lebt in Herden. Wisente
bevorzugen größere Wälder mit Sumpf und trockenem Sand als Lebensraum.
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Das Hauptverbreitungsgebiet des Steinadlers liegt im Alpen- und Voralpengebiet.
Das "König der Lüfte"-Image des Steinadlers kommt nicht von ungefähr.
Er wurde Sagentier und Wappenvogel, weil er einst über den Großteil der nördlichen Halbkugel verbreitet war und weil wir seine Flugkünste und seine Angriffslust bewundern können.
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Der Elch war ursprünglich in ganz Norddeutschland verbreitet. Das
wissen wir aus Berichten der Römer über die "lügenhaften" Erzählungen
der Germanen: Diese fingen die Elche durch Ansägen der "Schlafbäume",
an welche die Tiere sich lehnten. Die Elche seien dann mitsamt den
Bäumen umgefallen und wären eine leichte Beute gewesen, da sie nicht
mehr aufstehen konnten.
Heute ist der Lebensraum des europäischen Elches auf Skandinavien, Russland und Polen beschränkt. In
Erinnerung an dieses edle Wild in Ostpreußen ist die Elchschaufel noch
immer Sinnbild heimatlicher Verbundenheit und Brandzeichen für die
Trakehner Pferde.
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Früher lebten Braunbären in Nordamerika, Nordasien und Europa. Aus
Angst um Kühe, Schafe und Pferde, aber auch wegen seines Fells und des
Fleisches wurde der Braunbär vom Menschen gejagt und in Europa fast
ausgerottet.
Braunbären besiedeln verschiedene Lebenräume, bevorzugen aber
Regionen, die von Bergwäldern, Flusstälern und offenen Wiesen
durchzogen sind.
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Das Urwildpferd wurde nach seinem Entdecker, dem in russischen Diensten
stehenden polnischen General Przewalski, benannt. Das Przewalski-Pferd
ist die einzige fast reinblütig erhaltene, seltene Stammform der
Wildpferde. Diese war in Asien und Europa einst weit verbreitet. Das
Urwildpferd diente dem Menschen frühzeitig als Jagd- und später als
Haustier. Heute ist es in freier Wildbahn ausgestorben. Der Weltbestand
betrug 1997 noch 1.450 Tiere.
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Sorraias stellen nach neueren Erkenntnissen eine Restpopulation eines südiberischen Wildpferdes dar, das anscheinend weitgehend unvermischt im damals unzugänglichen Gebiet des Sorraia-Flusses in Portugal überlebt hatte. Der portugiesische Wissenschaftler Dr Ruy d'Andrade hatte 1920 auf einem Jagdausflug dort diese Pferde entdeckt und ist verantwortlich für ihre Erhaltung. Die Größe der Sorraias liegt bei 1,40 m Stockmaß, meistens darüber. Manche Hengste werden 1,50 m und mehr.
Das Sorraia-Pferd ist immer falbfarben, entweder grau- oder gelbfalb.
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Unter den Eulen, die alle unter Naturschutz stehen, ist der Uhu die
größte Art. Sein natürliches Vorkommen sind Wald- und Feldregionen, wo
er ausreichend Beute greifen kann. Im Jahre 1993 entstanden im Wisentgehege drei Anlagen für die 13
europäischen Eulenarten, die hier planmäßig gezüchtet werden sollen.
Viele der hier geborenen Jungtiere werden zur Auswilderung abgegeben
oder von uns direkt ausgebürgert. In besonders hergerichteten Volieren
wird für die Vermehrung dieses erhabenen Vogels und für seine
Vorbereitung zum Freiflug gesorgt.
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Das Rotwild ist der Inbegriff des majestätischen starken Wildes in
Deutschlands Wäldern. Der geheimnisvolle, gewaltige Brunftschrei, die
Kämpfe der Hirsche und das feinsinnige Verhalten der Tiere sind für
Jäger wie für viele andere Tierfreunde unauslöschliche Eindrücke und
wunderbares Naturerleben. Der Besucher des Wisentgeheges soll diese
sagen- und legendenumwobene Wildart ausgiebig beobachten können.
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Das Muffelwild - auch Mufflon oder Muffel genannt - ist eine
Wildschafart, die auf Korsika und Sardinien beheimatet ist. Sie wurde
Anfang letzten Jahrhunderts in Deutschland eingebürgert. Muffel
benötigen steinigen Boden und die Abwechslung von Gras- und Krautfluren
mit schützendem Hochwald.
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Seit März 1981 beherbergt das Wisentgehege auch Wölfe. Der Wolf ist
ein Beutegreifer und hat früher auch Haustiere gerissen, weswegen er
Jahrhunderte hindurch bekämpft und verfolgt wurde. Er ist heute in
vielen Ländern ausgestorben.
Der Wolf kommt in verschiedenen
standörtlichen Rassen von der Wüste bis zur Arktis vor. Sein Gewicht
schwankt zwischen 30 und 80 kg. Auch seine Farbvarianten sind
vielfältig, von schneeweiß bis schwarz. Der indische Wolf gilt als
Stammvater unserer Haushunde. Wölfe leben in Rudeln. Innerhalb eines
Rudels gibt es eine Rangordnung. Beißereien sind Ausdruck von
Rangkämpfen.
Im Wolfsrudel gibt es eine "Geburtenkontrolle": Nur die ranghöchste
Wölfin bekommt Nachwuchs. Sie wölft nach einer Tragezeit von 60 bis 65
Tagen vier bis acht Welpen. Seit 1982 werden in Springe regelmäßig
Welpen aufgezogen. Unsere Wölfe stammen aus Rumänien und neuerdings aus
dem ehemaligen Jugoslawien.
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Fischotter (auch Fischmarder genannt) waren früher in ganz Europa
verbreitet. Heute sind sie bei uns sehr selten geworden. Als
vorzüglicher Schwimmer bevorzugt der Otter Bäche und Flüsse mit
sauberem Wasser. Seine Nahrung besteht aus Fischen, Fröschen,
Wasservögeln und Kleinsäugern aller Art. Otter sind vorwiegend
Nachttiere.
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Der Vielfraß ist der größte europäische Marder. Seine Färbung variiert
individuell, aber auch geographisch. Der Vielfraß lebt in
Nordskandinavien, in Nordsibirien und in Nordamerika. Er bewohnt Taiga,
Tundra, Fels- und Moorgebiete. Er lebt als Einzelgänger und ist
vorwiegend nachtaktiv.
Das Revier des Vielfraßes umfasst zwischen 200 und 1.600 km2. Die Paarungszeit ist im Mai/Juni und nach neun Monaten Tragezeit kommen 2 bis 5 Junge zur Welt, die zunächst noch blind sind.
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