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Die Erhaltungszucht bedrohter Tierarten ist
Ursprung unseres Betriebes. Einziger Gründungszweck im Jahre 1928 war
die Erhaltungszucht des Wisents. Dessen letzte Freilandpopulationen
sind in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts erloschen. Die
gewissenhafte Zucht reinblütiger Wisente in Gefangenschaft, hat zum
bisherigen Überleben der Art beigetragen.
Wenn Sie mehr über die Geschichte der Wisentzucht in Springe erfahren möchten, folgen Sie dem Link . Der Vortrag wurde anläßlich unseres 80-jährigen Bestehns im März 2008 gehalten.
Erhaltungszucht ist nach wie vor ein wichtiges Betriebsziel. Folgende seltene Arten
werden im Wisentgehege u. a. neben dem Wisent gezüchtet:
Przewalskipferd, Vielfraß, Uhu, Mesopotamisches Damwild, Biber,
Wildkatze, zukünftig hoffentlich Luchs, Steinadler und Europäischer
Nerz.
Diese Erhaltungszucht in Gefangenschaft ist nur der erste Schritt
zur Rückkehr selten gewordener oder gar ausgestorbener Arten. Die
Unterstützung schwacher Freilandpopulationen oder gar die Wiederansiedlung
von Tierarten in ehemals besiedelten Lebensräumen ist die Krone des
Artenschutzes. Das Wisentgehege beteiligt sich gerne und oft durch
Abgabe geeigneter Tiere an Wiederansiedlungsprojekten. Wir sind mit
diversen Tierarten Mitglied in Europäischen Erhaltungszuchtprogrammen
(EEP) und haben schon häufig Tiere in die Freiheit entlassen.
Przewalskipferde aus Springe haben in der Mongolei und in China zur
Etablierung neuer Bestände beigetragen. Wisente aus dem Wisentgehege
werden schon seit den 50er Jahren an geeigneten Stellen ausgewildert.
In
den letzten Jahren sind allein 12 Wisente in osteuropäischen Ländern in
die Freiheit entlassen worden. Auch beim ersten
Wiederansiedlungsprojekt in Niedersachsen (Eleonorenwald 2005) wurden
Tiere von uns zur Verfügung gestellt.
Das Wisentgehege hatte
einen erheblichen Anteil an der Rettung des Uhus, der inzwischen wieder
stabile Bestände in Deutschland aufgebaut hat. Ca. 300 Jungvögel, z. T.
aus eigener Zucht sind hier auf ein Leben in Freiheit vorbereitet und
dann in die Freiheit entlassen worden.
So entstehen immer
wieder neue Ziele im Bereich des Artenschutzes. Z. Z. entsteht bei uns
ein Rudel Mesopotamisches Damwild. Eine Art, die in freier Wildbahn als
ausgestorben gilt. Etwa 200 Tiere gibt es in europäischen Zoos und
Wildgehegen. In 2004 und 2005 sind die ersten vier Kälber bei uns
geboren. Wenn die Rahmenbedingungen es in einigen Jahren erlauben, eine
Wiederansiedlung in der Heimatregion dieser Tiere zu versuchen, dann
werden wir in enger Zusammenarbeit mit dem EEP und dem Zuchtbuch auch
hier unseren Beitrag in der Wiederansiedlung leisten.
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