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Sorraiapferd (Equus caballus caballus sorraia)

Sorraias stellen nach neueren Erkenntnissen die Restpopulation eines südiberischen Wildpferdes dar, das anscheinend weitgehend unvermischt im damals unzugänglichen Gebiet des Sorraia-Flusses in Portugal überlebt hatte. Der portugiesische Wissenschaftler Dr. Ruy d’Andrade hatte 1920 auf einem Jagdausflug dort diese Pferde entdeckt und ist verantwortlich für ihre Erhaltung. Bis heute ist leider eine zoologische Anerkennung als Wildpferd nicht erfolgt. Das Sorraia-Pferd ist immer falbfarben, entweder grau- oder gelbfalb.

Heute gibt es nur noch etwa 150 Sorraias, die meisten davon in Portugal. Sie leben heute nicht mehr wild, sondern werden meistens gehalten wie Hauspferde, wenn auch überwiegend in Robusthaltung. 

Im Wisentgehege werden Sorraias seit 1997 gehalten. Aus verschiedenen Gründen, die im Wesentlichen mit Schwierigkeiten in der internationalen Zusammenarbeit zusammen hängen, haben wir die Zucht der Pferde eingestellt. Das Sorraiapferd hat im Wisentgehege keine Zukunft und wird in absehbarer Zeit aus unserem Artenspektrum verschwinden.

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Sorraiapferd (Equus caballus caballus sorraia)

  • Lebensraum: Steppe, Ödland
  • Sozialstruktur: Herde, Stuten mit einem Hengst, junge Hengste in Hengstherden
  • Nahrung: Gräser, Blätter, Rinde
  • Paarungszeit: ganzjährig
  • Setzzeit: ganzjährig, nach 11 Monaten ein Fohlen
  • Größe: 140 – 150 cm Schulterhöhe
  • Gewicht: 300 – 400 kg
  • Höchstalter: 30 Jahre
  • Besonderheit: Mustang-Stammform, von Columbus nach Amerika gebracht
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