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Muffelwild

Das Muffelwild – auch Mufflon oder Muffel genannt – ist eine Wildschafart, die ursprünglich auf Korsika und Sardinien beheimatet war. Sie wurde Anfang letzten Jahrhunderts in Deutschland eingebürgert. In unserer Region lebt das Muffelwild seit 1907, damals ein Geschenk des Sultans von Marokko an den deutschen Kaiser, der es im Saupark ansiedelte. 
Muffel benötigen steinigen Boden und die Abwechslung von Gras- und Krautfluren mit schützendem Hochwald.
Es ist unberechenbar, sehr scheu und hat sehr wache Sinne. Insbesondere die Sehleistung ist sehr gut.
Die Widder tragen als Kopfschmuck sogenannte Schnecken, die nicht abgeworfen werden, sondern wie bei allen Hornträgern auf den Stirnzapfen ständig weiterwachsen.

Die Brunft der Muffel ist unüberhörbar. Weit schallt es durch das Wisentgehege, wenn die Widder im Kampf aus vollem Lauf mit den Hörnern zusammenstoßen. Dabei ermitteln Sie den stärksten unter sich und der wird dann Vater der Lämmer im nächsten Frühjahr sein.

 

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Muffelwild (Ovis gmelini musimon)

  • Lebensraum: Laub- u. Mischwälder mit trockenen und steinigen Böden
  • Sozialstruktur: Rudel, nach Geschlechtern getrennt
  • Paarungszeit: November/Dezember
  • Setzzeit: April, nach 154 Tagen 1-2 Lämmer
  • max. Größe: bis 125 cm Schulterhöhe
  • max. Gewicht: ♂ 60 kg, ♀ 40 kg
  • Höchstalter: ca. 10 Jahr
  • Nahrung: raufaserige Gräser, Rinde, Blätter, Knospen
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